Systemisches Sportcoaching sysSport – Selbstverständnis

 

Das Arbeiten mit Menschen setzt voraus, dass man eine Haltung und Einstellung hat, die persönliche Weiterentwicklung der Kunden zulässt und begünstigt. Systemisches Sportcoaching bringt intensive und persönliche Erlebnisse – ein behutsamer Umgang miteinander ist entscheidend. Das Selbstverständnis von Systemischen Sportcoaching sysSport zeichnet sich durch 3 Kernelemente aus:

  1. Arbeiten auf Augenhöhe: Kunde und Trainer/Coach sind gleichberechtigte Partner. Der Kunde entscheidet, welche Ziele er erreichen möchte und zu welchen Methoden er bereit ist. Jede Trainingsmethode ist dabei transparent und erklärbar und muss zum Ziel des Kunden passen. Jegliche Methoden, die auf Ungleichheit der Partner, auf intransparente Wissensvorsprünge oder auf Manipulation des Gegenübers beruhen, verbieten sich für sysSport (darunter fallen insbesondere die Theorien nach NLP und auch nach Ron Hubbart). Respekt vor dem Gegenüber wird bei sysSport aktiv gelebt. sysSport bekennt sich ausdrücklich zu jeder Art von Diversity, solange ein Arbeiten auf Augenhöhe und Respekt gemeinsame Grundlagen sind.
  2. Ressourcenorientierung: Nach dem bekannten Prinzip Stärken stärken setzt sysSport mit seinen Angeboten konsequent auf eine Stärkung dessen, was der Kunde an Ressourcen, eigenen Kräften und Kompetenzen mitbringt. Standardmaßnahmen nach dem immer gleichen Schema oder ein defizitorientiertes Arbeiten sind nicht zielführend. Dabei ist auch ein starkes Augenmerk auf Sicherheit und Vermeidung von Verletzungen obligatorisch – sowohl körperlichen als auch seelischen.
  3. Systemische Grundhaltung: Alle Trainier und Coaches von sysSport haben eine systemische Grundhaltung und Handlungsmaxime. Diese ist geprägt von der Neugierde am Gegenüber und dem steten Versuch, seine Gedankenwelt und seine Wirklichkeitskonstruktion zu verstehen. Losgelöste Einzelbetrachtungen von Problemen, Defiziten und Konflikten sind nicht zielführend. Alles hängt mit allem zusammen und verdient daher einen ganzheitlichen Blick. Dabei agieren sysSport Trainer/Coaches immer in dem respektvollen Bewusstsein, dass sich Systeme selbst steuern und man Entwicklung nicht voraussagen und erzwingen kann.

 

sysSport schließt sich der Haltung der Ethikrichtlinie der Systemischen Gesellschaft (2011 mit Erweiterung 2015) an

(Quelle: https://systemische-gesellschaft.de/verband/position/ethik-richtlinien/):

  • „Grundlage systemischer Arbeitsansätze bildet ein systemisches Menschenbild, das durch Respekt vor der Autonomie des Individuums und Wertschätzung gegenüber einzelnen Personen und Systemen geprägt ist. Systemische Arbeitsansätze unter-stützen Wachstum und Reifung auf persönlichen wie sozialen Ebenen und verstehen sich als emanzipatorisch.
  • Die grundlegende Haltung der Allparteilichkeit findet ihre Grenze, wo Menschenwürde und Menschenrechte durch Handeln und Verhalten infrage gestellt werden sowie das Strafrecht berührt ist. Die jeweiligen berufsethischen Standards sind selbstverständliche Basis für die systemische Praxis.
  • Vor diesem Hintergrund werden Unterschiede wie Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Kultur, Status, sexuelle Orientierung, Weltanschauung und Religion als mögliche Themen im professionellen Handeln wahrgenommen und als potentieller Anlass für Benachteiligung in sozialen Zusammenhängen reflektiert. Solche Benachteiligungen sind für die SG nicht akzeptabel.
  • Mitglieder der Systemischen Gesellschaft sind sich bewusst, dass ihr Handeln und Verhalten von ihren eigenen Normen und Werten geprägt ist. Sie reflektieren diese, um die Gefahr zu verringern, diese dem Gegenüber in ihrer Arbeit aufzudrängen (z.B. in Schwangerschaftskonfliktberatungen, in der Arbeit mit Angehörigen anderer Kulturen).
  • Mitglieder der Systemischen Gesellschaft handeln im Bewusstsein, dass die eigenen Normen und Werte immer von der geschlechtsspezifischen Sichtweise geprägt sind, und achten auf die Gleichbehandlung der Geschlechter.
  • Im Interesse der Erhaltung und Weiterentwicklung einer entsprechenden fachlichen Kompetenz verpflichten sich die Mitglieder der Systemischen Gesellschaft zu kritischer Selbstreflexion, zu regelmäßiger Reflexion der eigenen Tätigkeit unter fachkundiger Außenhilfe und zu regelmäßiger Fortbildung.“

Das ist das Selbstverständnis, dem sich die Coaches von sysSport verpflichtet fühlen.